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Nothing Phone (4a) im Test: Eine transparente Versuchung

Foundry | Alex Walker-Todd



Auf einen Blick



Pro




Ikonisches „Nothing“-Design



Hervorragendes Display



Werbefreie Benutzererfahrung mit Nothing OS



Hervorragende Kameras für diesen Preis




Kontra




Größer, schwerer und weniger robust als die Konkurrenz



Nur minimale Leistungssteigerung



Der Software-Support könnte länger ausfallen



Glyph-Beleuchtung der Kamera fehlt




Fazit



Das Phone (4a) überzeugt als hervorragendes Allround-Smartphone der Mittelklasse in seiner Preisklasse. Insbesondere das Design, die Benutzererfahrung und die Kamera-Upgrades stechen dabei hervor. Auch die Akkuleistung fällt überraschend gut aus. Nur die Haltbarkeit und die überschaubare Rechenleistung verhindern, dass das Phone (4a) zum Klassenbesten wird. Ich würde mir außerdem wünschen, dass die Glyph Bar etwas mehr zu bieten hätte.



Die meisten Käufer betrachten die Flaggschiff-Modelle als Leuchtturm in der Produktpalette eines Herstellers. Doch oft sind es die Mittelklasse-Modelle, die sich am häufigsten verkaufen und für ihren Preis das meiste bieten. Die preisgekrönte Nothing Phone (3a)-Serie des letzten Jahres erwies sich als großer Erfolg für die Marke. Die Smartphones gehören zu den raffiniertesten und gleichzeitig ausgewogensten Modellen ihrer Klasse.



Anfang des Jahres verkündete Nothing-CEO Carl Pei, dass das Unternehmen nun bereit sei, in die „Phase zwei“ überzugehen. Außerdem würden Fans in diesem Jahr kein weiteres Nothing-Flaggschiff sehen. Dies sorgt dafür, dass die aktuellen Mittelklasse-Modelle des Unternehmens noch mehr an Bedeutung gewinnen.



Hier kommt das Nothing Phone (4a) ins Spiel. Dieses soll nicht nur den Erfolg der vorherigen Generationen fortsetzen, sondern es markiert auch den ersten Schritt in diese neue Ära von Nothing.



Die Frage: Zeigt das Phone (4a) am besten, in welche Richtung Nothing nach eigenen Angaben steuert? Oder bleibt das neue Smartphone doch nur seinen alten Tugenden treu?



Design & Verarbeitung




Neue Anordnung der Essential Keys und der Glyph Bar



Robusteres Gorilla Glass 7i



Neue Farbvarianten




Optisch setzt das Phone (4a) die Designlinie fort. Diese wurde vor zwei Jahren mit dem Phone (2a) etabliert. Die horizontale Kameraleiste auf der Rückseite beherbergt wie beim Vorjahresmodell zwei Kameras und einen Sensor.



Die größte optische Veränderung ist die Verlagerung des Kameramoduls an die Oberseite des Smartphones. Die Linsen werden durch ein pillenförmiges Aluminiumelement akzentuiert.




Die Glyph Bar ist eher eine Neuinterpretation der etablierten Glyph Lights




Doch diese Änderung ist mehr als nur eine kosmetische Überarbeitung. Das Phone (4a) markiert auch das Ende der Nothing-Glyph-Light-Konfiguration, wie wir sie seit dem ursprünglichen Nothing Phone (1) kennen. Diese wird stattdessen durch die neue Glyph Bar ersetzt.



Ich war überzeugt, dass die nächsten Smartphones der A-Serie von Nothing vollends auf die kreisförmige Glyph Matrix setzen würden. Diese wurde mit dem Flaggschiff – dem Phone (3) – eingeführt. Diese Neuerung scheint jedoch nur dem Phone (4a) Pro vorbehalten zu sein.



Die Glyph Bar des Phone (4a) ist eher eine Neuinterpretation der etablierten Glyph Lights. Die gleichen Informationen sollen künftig in einer kleineren und linearen LED-Anordnung dargestellt werden.



Ein einzelner Streifen aus sechs weißen LEDs (zuzüglich einer roten Aufzeichnungs-LED) kann pulsieren oder animiert werden, genau wie die Glyph Lights des Phone (3a). Ich würde nicht sagen, dass dies besser oder schlechter ist als die vorherige Version. Es ist einfach nur anders.


Foundry | Alex Walker-Todd



Die einzige nennenswerte neue Funktion, die dies bietet, sind Live-Benachrichtigungen: In unterstützten Apps wie Uber, Google Kalender, Zomato, Just Eat und Google Maps wird ein Fortschrittsbalken angezeigt. Im Zeitraum meines Tests habe ich jedoch nie eine App gesehen, die diese Funktion tatsächlich nutzt. Es könnte jedoch sein, dass weitere kompatible Apps in Vorbereitung sind. Dies würde die Nützlichkeit dieser Funktion sicherlich erhöhen.



Die Glyph Bar wirkt auf der charakteristischen transparenten Rückseite des Phone (4a) eher zurückhaltend und unauffällig. Andererseits ist sie bis zu 40 Prozent heller als die Glyph Lights des Phone (3a). Dadurch sind eingehende Benachrichtigungen leichter zu erkennen, wenn Ihr Smartphone mit der Vorderseite nach unten auf dem Tisch am anderen Ende des Raums liegt.



Es ist sicherlich zu begrüßen, dass Nothing die in Android 16 integrierten Live-Benachrichtigungen über die neue Glyph Bar umgesetzt hat. Ich frage mich jedoch, welchen Vorteil diese Implementierung gegenüber den Live-Updates bietet, wie sie auf den Always-On-Display anderer unterstützter Android-16-Smartphones angezeigt werden.


Foundry | Alex Walker-Todd



Die Phone (3a)-Serie gab uns einen ersten Vorgeschmack auf den Essential Space von Nothing und damit auf den Essential Key. Das Hauptproblem bei dieser neuen Taste war jedoch ihre Platzierung. Vielleicht wurde einfach nicht damit gerechnet, wie sinnvoll Nutzer den Essential Key tatsächlich finden würden. Beim Vorgänger war diese Taste zu nah am Ein-/Aus-Schalter positioniert.



Die Phone (4a)-Serie behebt dieses Manko, indem die Lautstärketasten auf die rechte Seite des Rahmens, oberhalb des Ein-/Aus-Schalters, wandern. Der Essential Key wurde stattdessen in den oberen Bereich der linken Seite des Smartphones verlegt. Insbesondere Rechtshänder werden diese Änderung wahrscheinlich zu schätzen wissen. In der Praxis bleibt der Essential Key leicht zugänglich, während das Risiko einer versehentlichen Betätigung nun geringer ausfällt.



Ansonsten verfügt das Phone (4a) natürlich über das für die Marke typische Design mit transparenter Rückseite. Dabei schützt gehärtetes Panda-Glas die verschiedenen Oberflächen und Formen. Dies sorgt im Vergleich zu den sonst üblichen flachen, einheitlichen Designs für mehr Abwechslung. Einige Elemente sind zudem wirklich funktional, wie die metallverkleidete Lautsprechereinheit unten links, was ein schönes Detail darstellt.




Es gibt auch ein neues Modell in Rosa




Ein kleines, aber willkommenes Upgrade: Das Phone (4a) bietet gegenüber allen bisherigen Modellen im Nothing-Portfolio eine größere Auswahl an Farbvarianten. Überdies gibt es dieses Mal keine regionale Exklusivität, wie es beim letztjährigen, nur in Indien erhältlichen blauen Phone (3a) Lite und der roten Rakuten-Mobile-Version in Japan der Fall war.



Genau wie das Phone (3a) ist das (4a) in Schwarz, Weiß und Blau erhältlich. Doch es gibt auch eine neue rosa Variante (die an Himbeerjoghurt erinnert). Diese Farbvariante hat meiner Meinung nach das größte Potenzial, die Blicke auf sich zu ziehen. Sie weist denselben Grad an strukturellen und farblichen Variationen auf wie die anderen Modelle.



Dies verleiht dem Design eine ansprechende Tiefe und Spannung. Ich bin immer für mehr Auswahlmöglichkeiten zu haben. Dies gilt besonders, wenn dies so geschmackvoll umgesetzt wird und gleichzeitig der Design-DNA von Nothing treu bleibt.



In den Monaten, in denen ich das Phone (4a) genutzt habe, sind keine optischen Makel entstanden. Die Glasrückseite ist weiterhin frei von Kratzern. Auch die Vorderseite aus widerstandsfähigem Gorilla Glass 7i zeigt keinerlei Schäden; einzig die vorinstallierte Kunststoff-Displayschutzfolie weist leichte Abnutzungsspuren auf. Bei Nothing-Phones ist das normal, da die Geräte häufiger mit der Displayseite nach unten liegen, um die Glyph-Oberfläche aktiv zu nutzen, und dadurch stärker beansprucht werden als viele andere Smartphones.



Wie der Vorgänger verfügt das Phone (4a) über einen Außenrahmen aus Polycarbonat. Dieser fühlt sich hervorragend an und wehrt Kratzer und Schrammen gut ab. Nur wirklich starke Stöße können das Material beschädigen. Der einzige wirkliche Nachteil ist, dass das Phone (4a) im Vergleich zu seinen Konkurrenten insgesamt etwas dicker und schwerer ist. Diese Schwäche soll das dünnere, mit Metall ummantelte, teurere Phone (4a) Pro offenbar beheben.



Die gleiche IP64-zertifizierte Staub- und Wasserfestigkeit wie beim Vorgängermodell ist für ein Smartphone mit transparenter Rückseite nach wie vor beeindruckend. Allerdings fällt der Hersteller damit zunehmend hinter die Konkurrenz von Marken wie OnePlus oder Xiaomi zurück. Diese bieten inzwischen selbst in der Mittelklasse Schutzklassen wie IP68 oder sogar IP69, die früher fast ausschließlich Flaggschiff-Modellen vorbehalten waren.



Laut Hersteller übersteht das Phone (4a) das Eintauchen in bis zu 25 Zentimeter tiefes Wasser mindestens 20 Minuten lang.



Bildschirm & Lautsprecher




6,78-Zoll-AMOLED



Optischer Fingerabdrucksensor im Display



Stereolautsprecher




Obwohl das Phone (4a) nur geringfügig größer ist als sein Vorgänger, ist es dank einer Steigerung von Full HD auf eine 1,5K-Auflösung deutlich schärfer. Damit verfügt dieses Smartphone über einen der schärfsten Bildschirme seiner Klasse. Dieser ist zudem von einer angenehm gleichmäßigen Einfassung umrahmt.



Da weiterhin auf LTPS-Technologie gesetzt wird, kann die Bildwiederholfrequenz zwar nicht so dynamisch (oder energieeffizient) angepasst werden wie bei den meisten Flaggschiff-Smartphones. Dennoch genießen Sie die meiste Zeit über eine extrem flüssige 120-Hertz-Darstellung. Diese wird über die gesamte Benutzeroberfläche hinweg, in allen hauseigenen Apps von Nothing sowie von vielen beliebten Apps von Drittanbietern geboten.



Die Verbesserungen in allen Kernbereichen des Bildschirms des Phone (4a) verdienen noch mehr Lob


Foundry | Alex Walker-Todd



Die Ingenieure von Nothing haben zudem die Touch-Reaktionsrate erhöht. Beim Gaming steigt diese von 480 auf 2.500 Hertz. Dadurch werden Ihre Eingaben beispielsweise in einem Ego-Shooter noch schneller vom Smartphone erkannt und umgesetzt.



Die bedeutendste technische Verbesserung betrifft jedoch die Helligkeit. Ein neuer Spitzenwert von 4.500 Nits (gegenüber 3.000 Nits) ist zwar nicht der beste seiner Klasse.



Der Bildschirm eignet sich aber dennoch hervorragend für den Genuss von HDR-Inhalten und ist sogar heller als die aktuellen Top-Flaggschiffe von Apple, Google oder Samsung. Die auf 1.600 Nits erhöhte Helligkeitsgrenze über das gesamte Display hinweg sorgt im Alltag für eine spürbare Verbesserung. Die perfekte Sichtbarkeit im Freien bei starker Sonneneinstrahlung ist dadurch immer garantiert.



Die Phone (3a)-Serie bot bereits ein respektables Display. Doch die Verbesserungen in allen Kernbereichen des Bildschirms des Phone (4a) verdienen noch mehr Lob. Es bleibt lediglich hinter den jüngsten Konkurrenten von Xiaomi, dem Redmi Note 15 Pro und Pro+ zurück. Beide Smartphones bieten eine noch bessere Farbtiefe (12 Bit statt 10 Bit) sowie Dolby-Vision-Unterstützung – und das zu einem ähnlichen Preis.


Foundry | Alex Walker-Todd



Ich hätte es auch begrüßt, wenn der – zugegebenermaßen zuverlässige und reaktionsschnelle – Fingerabdrucksensor im Display etwas höher am unteren Rahmen angebracht wäre. Da der Hersteller jedoch weiterhin auf einen optischen Sensor setzt, ist der Platz hinter dem Display stark begrenzt.



Was die Audioausgabe angeht, ist das Phone (4a) recht laut und weist selbst bei maximaler Lautstärke keine Verzerrungen auf. Eine noch bessere Soundwiedergabe wäre jedoch immer wünschenswert. Während die Mitten und Höhen viel Tiefe und Klarheit bieten, fällt die Basswiedergabe ausgesprochen schwach aus.



Rechenleistung




Qualcomm Snapdragon 7s Gen 4 SoC



Erstes Smartphone der A-Serie mit schnellerem UFS 3.1-Speicher



LPDDR4X-RAM, USB 2.0




Obwohl die Leistung bei Nothing selten ganz oben auf der Prioritätenliste steht, ist der aktuelle Snapdragon 7s Gen 4 gut gerüstet. Der Chip kann im täglichen Gebrauch und sogar beim Gaming problemlos mithalten.



Auf dem Papier sind keine enormen Verbesserungen gegenüber dem 7s Gen 3-Chip der Phone (3a)-Serie zu verzeichnen. Doch insbesondere mobile Spieler werden die angegebene Steigerung der GPU-Leistung um 10 Prozent zu schätzen wissen. Diese wirkt sich primär beim Spielen anspruchsvoller Titel wie “Battlegrounds Mobile India” und “CoD: Mobile” aus.


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Tatsächlich hat Nothing neben der erhöhten Touch-Reaktionsrate auch die Leistung in ausgewählten Spielen optimiert. Das bedeutet, dass “Battlegrounds Mobile India” nun mit 120 und “Call of Duty” mit bis zu 90 Bildern pro Sekunde dargestellt werden. Es gibt allerdings noch keine Informationen darüber, welche anderen Spiele von solchen Optimierungen profitieren werden.



Im Test hatte das Phone (4a) keinerlei Probleme damit, 30-minütige Spielsitzungen in “Call of Duty: Mobile” mit stabilen 90 fps zu liefern. Der einzige Moment, in dem die Leistung nachließ, war beim Schwimmen im Wasser. In dieser Szene schien die Bildrate bei 60 zu stagnieren, zumindest bis ich wieder an Land war.



Tatsächlich traten die einzigen spürbaren Leistungseinbußen beim Öffnen von ressourcenintensiven Apps auf. Dazu gehören die oben genannten Spiele sowie die Kamera-App. Alles andere fühlte sich schnell, flüssig und durchgehend reaktionsschnell an. Einige Konkurrenten mit ähnlichen Spezifikationen haben mehr Probleme, ein derart flüssiges Erlebnis zu bieten, beispielsweise Xiaomi.



Benchmarks



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Die bedeutendste Hardware-Änderung ist der Wechsel vom UFS 2.2- zum UFS 3.1-Speicher. Dies war einer der Schwachpunkte der letzten Generation der A-Serie. Der Wechsel auf die neue Speichertechnologie sorgt für Lesegeschwindigkeiten, die fast 2,5-mal höher ausfallen. Die sequenzielle Schreibgeschwindigkeit ist sogar fast fünfmal höher als beim Phone (3a).



Dies hat zudem positive Auswirkungen auf die RAM-Booster-Funktion des Smartphones. Diese ermöglicht noch schnelleres Multitasking, wenn Sie sich entscheiden, bis zu 8 Gigabyte des Speichers als zusätzlichen Arbeitsspeicher einzuspannen.



Zu den praktischen Vorteilen, die dieser fortschrittlichere Speicher mit sich bringt, gehören schnellere Ladezeiten von Apps, weniger Verzögerungen auf der Benutzeroberfläche, schnellere Dateiübertragungen, ein besseres Wärmemanagement und ein geringerer Batterieverbrauch.



Das Phone (4a) ist zudem mit 8 oder 12 Gigabyte LPDDR4X-RAM ausgestattet. In meinem Test stand mir die Top-Version mit 12 Gigabyte RAM und 256 Gigabyte Speicherplatz zur Verfügung. Das Pro-Modell verfügt sogar über noch schnelleren und energieeffizienteren LPDDR5X-RAM.



Wie praktisch jedes andere Mittelklasse-Smartphone erreicht der USB-Anschluss aber nur USB-2.0-Geschwindigkeiten. Große Dateiübertragungen (wie hochauflösende Filme) erfordern also viel Geduld.



Kameras




50-Megapixel-Hauptkamera und Teleobjektiv, 8 Megapixel Ultraweitwinkel, 32 Megapixel Frontkamera



Erstes Nicht-Flaggschiff-Smartphone mit einem Tetraprisma-Periskop-Telezoom



Videoaufnahmen mit bis zu 4K/30 fps




Von außen sieht das Kamerasystem des Phone (4a) genauso aus wie das auf der Rückseite des Phone (3a): Es gibt eine Reihe von Kameras, wobei zwei links gruppiert sind und ein dritter Sensor rechts sitzt. Im Inneren verwendet das Phone (4a) dieselben Haupt-, Ultraweitwinkel- und Frontsensoren wie das Phone (3a), doch es gibt einen deutlichen Unterschied.



Trotz des vertrauten Hardware-Layouts wird beim direkten Vergleich der Modelle aus dem letzten und diesem Jahr deutlich, dass ein Sensor deutlich größer ist: der Tele-Sensor. Das Besondere daran ist, dass er nicht klobiger ist, sondern lediglich über ein größeres Objektiv verfügt.



Warum? Weil das Phone (4a) das erste Nicht-Flaggschiff-Smartphone ist, das eine periskopische Tele-Kamera mit Tetraprisma einsetzt. Dieses Upgrade steckt auch im deutlich teureren Pro-Modell.



Unter Verwendung derselben Dual-Prisma-Faltoptik, wie sie beispielsweise im iPhone 17 Pro und im Oppo Find X9 Pro zu finden ist, hat Nothing dem Phone (4a) ein bedeutendes Tele-Upgrade spendiert. Das Kameramodul ist dennoch 32 Prozent kleiner als das herkömmliche L-förmige Periskop-Teleobjektiv, das im letztjährigen Nothing Phone (3a) Pro zu finden war.



Alle diese Änderungen verleihen dem (4a) mehr Vielseitigkeit bei der Kameranutzung als jedem seiner Vorgänger. Es gibt einen 3,5-fachen optischen Zoom, einen 7-fachen Crop-Zoom und einen bis zu 70-fachen Ultra-Zoom.



In direkten Vergleichstests zeigt sich bei allen Sensoren des Phone (4a) im Vergleich zum direkten Vorgängermodell eine subtile Verschiebung in der Farbwiedergabe, mit einer Tendenz zu wärmeren Tönen und ausgeprägteren Magenta-Farbtönen. Dieser Unterschied ist jedoch subtil. In beiden Fällen erhalten Sie natürlich wirkende Aufnahmen.



Es ist dennoch interessant zu sehen, dass die True Lens Engine 4.0 von Nothing dieses Mal andere Entscheidungen trifft, obwohl die zugrunde liegende Bildgebungshardware nahezu identisch ist.



Das Phone (4a) schafft es zudem, Details und Bewegungen mit weniger Bildbearbeitung und Schärfung als das Phone (3a) einzufangen. Die Kanten um die Motive herum sind klar definiert, wirken aber natürlicher. Im Porträtmodus fiel mir auch eine deutlich bessere Kantenerkennung auf, was eine sauberere Trennung des Motivs vom Hintergrund bedeutet. Das standardmäßige künstliche Bokeh wirkt etwas übertrieben. Sie können den Effekt jedoch manuell reduzieren.



Ich wünschte nur, man könnte den Grad des künstlichen Bokehs bei der Kamera von Nothing sowohl während als auch nach der Aufnahme anpassen. Dies ist bei iPhones und Samsungs Galaxy-Smartphones möglich. Aktuell kann man den Hintergrundunschärfeeffekt um ein Motiv herum nur erhöhen oder verringern, bevor man den Auslöser drückt. Sobald man die Galerie aufruft, ist dieser Effekt fest im Bild verankert, ohne dass man ihn nachträglich noch anpassen kann.



Selfies weisen im Vergleich zu den Frontkamera-Aufnahmen des Phone (3a) lebendigere Farben und einen höheren Kontrast auf. Die Ergebnisse deuten zudem auf eine Veränderung in der Verarbeitung des Dynamikbereichs hin. Dies sorgt für weniger Spiegelungen bei gleichen Umgebungslichtbedingungen



Bei schlechten Lichtverhältnissen wendet das (4a) etwas mehr Schärfung an, ohne überbearbeitet zu wirken. Außerdem wurde die Detailwiedergabe über das gesamte Bildfeld hinweg verbessert. Beim Vorgänger waren die Details im Bildzentrum am schärfsten, fielen aber in schwach beleuchteten Situationen zu den Rändern hin ab.



Während die meisten Verbesserungen der Kameraqualität subtil erscheinen, ist der Unterschied bei der Tele-Leistung deutlicher zu erkennen. Diese Aufnahmen bieten bessere Farben und Kontraste sowie weitaus weniger Rauschen in den dunkleren Bereichen. Es ist auch viel einfacher, Bewegungen in gezoomten Aufnahmen einzufrieren, selbst bei einer längeren Verschlusszeit.



Es fühlt sich an wie das letzte Puzzleteil, das das Kameraerlebnis der A-Serie wirklich auf eine neue Stufe hebt. Dies bedeutet, dass Sie über den gesamten Brennweitenbereich des Smartphones hinweg eine bessere Konsistenz und höhere Qualität erwarten können.



Wenn Sie Zoom-Aufnahmen oder Porträts mit größerem Abstand bevorzugen, lässt die Bildqualität ab etwa 20-fachem Zoom nach. Die Bildverarbeitung kann die Qualität einfach nicht mehr überzeugend aufrechterhalten.



Sie können Videos mit 4K-Auflösung bei 30 Bildern pro Sekunde erstellen. Auch aus der Hand aufgenommene Aufnahmen werden mit beeindruckender Stabilität wiedergegeben. Im direkten Vergleich mit ähnlichen Aufnahmen des Phone (3a) scheint Nothing den Kontrast und die Farbwiedergabe sowie die Audioaufnahme verbessert zu haben. Die Stimmen klingen dynamischer und haben mehr Tieftonanteile.



Das Zoomen während der Aufnahme ist nach wie vor eine Schwachstelle bei der Videoaufnahme. Es kommt sofort zu einem Qualitätsverlust, der sich in Form von Rauschen und Artefakten äußert, selbst bei hellen Aufnahmebedingungen. Es ist zudem unklar, warum Voreinstellungen nicht auf Videos angewendet werden können, wenn diese mit mehr als 1080p bei 30 fps aufgenommen werden.



Apropos Voreinstellungen: Eine weitere interessante Funktion, die mit den Nothing-Mittelklasse-Modellen des letzten Jahres eingeführt wurde, ist die Möglichkeit, eigene benutzerdefinierte Foto- und Videofilter zu erstellen. Dank der Verbesserungen in Nothing OS 4.1 können Sie nun bestimmte Attribute – wie Kontrast, Wärme und Körnung – direkt auf dem Gerät anpassen. Wie zuvor können außerdem Voreinstellungen gespeichert und geteilt werden, damit andere Nothing-Nutzer sie ebenfalls auf ihre Fotos anwenden können.



Mit dieser Funktion will der Hersteller mit seiner Fangemeinde in Kontakt treten und die Zusammenarbeit zwischen den Nutzern fördern. Außerdem ist diese hauseigene Lösung den benutzerdefinierten Filtern von Samsung oder dem neuen Magic-Colour-Modus von Honor überlegen. Beide Systeme nutzen KI, um Bildmerkmale eines Fotos automatisch anzupassen und auf ein anderes anzuwenden.



Nothing hat sogar drei neue hauseigene Voreinstellungen in die Phone (4a)-Serie integriert, wobei mein persönlicher Favorit der neue „Cine Amber“-Filter, der das Bildmaterial mit einer angenehmen Wärme umhüllt.



Akkulaufzeit & Aufladen




5.080-Milliamperestunden-Akku



50 Watt kabelgebundenes Laden



50 Prozent Ladung in 22 Minuten




Mit dem Phone (4a) erhalten Sie einen größeren Akku als beim Vorgängermodell. In Praxistests übertraf mein Phone (4a) mit seinem 5.080-Milliamperestunden-Akku teurere Mittelklasse-Modelle mit größeren Akkus – wie das OnePlus Nord 5 und das Xiaomi 15T Pro – und lieferte 8,75 Stunden Bildschirmzeit pro Ladung. Das entspricht etwa anderthalb Tagen Nutzung und möglicherweise zwei Tagen, wenn Sie sparsam mit dem Akku umgehen. Respektable Ergebnisse.


Foundry | Alex Walker-Todd



Das (4a) bietet ansonsten die bekannte 50-Watt-Ladung per Kabel sowie PD 2.0-Ladeunterstützung. Hersteller Nothing gibt an, dass in nur 30 Minuten eine Ladung für einen ganzen Tag (nach eigenen Angaben 60 Prozent) erreicht wird. Nothing liefert allerdings kein Ladegerät zusammen mit seinen Smartphones aus. Mit einem kompatiblen Netzteil erreichte mein Phone (4a) in diesem angestrebten 30-Minuten-Zeitfenster tatsächlich mehr als 66 Prozent Ladestand. Auf 100 Prozent aufgeladen war das Smartphone in weniger als einer Stunde.



Wenn Sie ein offizielles Nothing-Netzteil suchen, kann das zukunftssichere 100-Watt-CMF-GaN-Ladegerät das Phone (4a) mit Höchstgeschwindigkeit aufladen. Es kostet direkt beim Hersteller 59 Euro. Alternative Ladegeräte finden Sie in unserem Ratgeber.



Nothing betont zudem, dass der Akku des Phone (4a) die stoßfeste „Safe Cell Technology“ nutzt und dass er nach 1.200 Ladezyklen noch 90 Prozent seiner ursprünglichen Kapazität beibehält. Diese Anzahl auf Aufladungen sollte erst nach drei Jahren erreicht sein.



Benutzeroberfläche und Apps




Erstes Smartphone mit Nothing OS 4.1



Essential Space erhält Cloud-Synchronisierung



3 Jahre OS-Update und 6 Jahre Sicherheitsupdates




Neben dem Design ist die Benutzererfahrung zweifellos eines der charakteristischen Merkmale von Nothing. Das Phone (4a) ist zudem das erste Smartphone des Unternehmens, auf dem die neueste Version Nothing OS 4.1 ab Werk vorinstalliert ist.



Bevor wir näher darauf eingehen: Nachdem das Unternehmen Ende letzten Jahres durch den umstrittenen Dienst „Lock Glimpse“ (einem Lock-Screen unbekannter Herkunft mit integrierter Werbung) in die Kritik geraten war, hat Nothing im Vorfeld bestätigt, dass dieser Dienst auf der Phone (4a)-Serie überhaupt nicht installiert ist. Somit scheint diese „Funktion“ den günstigeren Lite-Modellen von Nothing und dessen CMF-Smartphones vorbehalten zu bleiben. Wer sich für ein Phone (4a) entscheidet, kann sich also freuen.



Optisch unterscheidet sich Nothing OS 4.1 (basierend auf Android 16) kaum von früheren Versionen, abgesehen von überarbeiteten Symbolen. Sie haben nun aber die Möglichkeit, den Sperrbildschirm mit einem Tiefeneffekt zu versehen. Die Uhrenelemente werden dann durch Teile des Hintergrundbildes verdeckt.



Es handelt sich dabei um eine Funktion, die in den vergangenen Jahren zunehmend Verbreitung gefunden hat, durch iOS populär wurde und seitdem in einer Vielzahl konkurrierender Android-basierter Benutzeroberflächen zu finden ist: von ColorOS und OxygenOS über Honors MagicOS bis zu Xiaomis HyperOS 2, um nur einige zu nennen.


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Nothing OS verfügt bereits über eine hervorragende Auswahl an nativen Widgets sowie über von der Community erstellte Apps (sogenannte „Essential Apps“). Mit Version 4.1 kommen einige bemerkenswerte Neuerungen hinzu.



Ein Trio neuer „Atemübungen“-Widgets ermöglicht Ihnen den Einstieg in geführte Atemübungen, die auf Beruhigung, Entspannung oder Konzentration ausgerichtet sind. Durch Antippen eines dieser neuen Widgets wird ein Vollbildmodus aktiviert, wobei jedes Widget über eigene, einzigartige visuelle Elemente, Audioeffekte und haptische Rückmeldungen (präzise Vibrationen) verfügt. Als Achtsamkeits-Tool ist es schön, eine integrierte Lösung zu haben, die verschiedene Szenarien abdeckt und nahezu keine Einrichtung erfordert.



Nothing hat zudem ein „Soundscape“-Widget angekündigt, das der „Background Sounds“-Barrierefreiheitsfunktion von iOS ähnelt. Wie diese Umsetzung genau funktionieren wird, wissen wir jedoch erst, wenn es im Rahmen eines künftigen Software-Updates in das Phone (4a) integriert wird.



Beim Hinzufügen von Widgets zu Ihren Startbildschirmen hebt der Widget-Picker von Nothing nun benutzerdefinierte „Essential Apps“ besser hervor. Dies macht sowohl das Durchsuchen als auch das Herunterladen dieser von Fans erstellten Kreationen einfacher. Diese Optimierung unterstreicht zudem die enge Beziehung, die die Marke zu ihrer aktiven Creator-Community aufgebaut hat – etwas, das praktisch keine andere Smartphone-Marke geschafft hat.



Ansonsten ist die Nutzung von Nothing OS ein vertraut übersichtliches Erlebnis. Dieses ist geprägt von der für die Marke typischen minimalistischen Ästhetik in Menüs, App-Symbolen und so weiter. Es ist vielleicht etwas starrer als bei den zuvor erwähnten chinesischen Launchern der Konkurrenz. Doch das standardmäßige Erscheinungsbild der Software des Phone (4a) bleibt unbestreitbar einzigartig, benutzerfreundlich und frei von Ballast, Unordnung oder übermäßiger Komplexität.



Drei Jahre Betriebssystem-Updates und sechs Jahre Sicherheitsupdates sind für den Preis des Phone (4a) angemessen, bleiben jedoch zweifellos hinter den sieben Jahren Support zurück, die Unternehmen wie Apple, Google und Samsung für ihre Mittelklasse-Modelle anbieten. Dies ist unter Berücksichtigung des langfristigen Preis-Leistungs-Verhältnisses ein enormer Vorteil.



Preis & Verfügbarkeit




Teurer als der Vorgänger



Gleiche RAM- und Speicheroptionen in allen Märkten




Das Phone (4a) ist mit der Basisausstattung mit 8 Gigabyte RAM und 128 Gigabyte Speicher ab 349 Euro direkt beim Hersteller erhältlich. Der Vorgänger war mit 329 Euro zur Markteinführung etwas günstiger.



Neben dem Basismodell bietet Nothing das Phone (4a) auch mit 8 Gigabyte RAM und 256 Gigabyte für 389 Euro sowie mit 12 Gigabyte RAM und 256 Gigabyte Speicher für 429 Euro an. Es ist erwähnenswert, dass die Farben Pink und Blau nur in der teuersten Variante erhältlich sind.


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Bei Amazon sind die Versionen mit 8 GB RAM und 256 Gigabyte Speicher sowie mit 12 Gigabyte RAM und 256 Gigabyte Speicher zum gleichen Preis wie beim Hersteller erhältlich.



Fazit



Das Nothing Phone (4a) ist ein weiteres Smartphone des Unternehmens, das mehr ist als die Summe seiner Teile. Nothing entscheidet sich nicht immer für die leistungsstärkste Hardware, die in einer bestimmten Produktklasse verfügbar ist. Ein Teil des Preises resultiert aus der einzigartigen Betonung des Hardware- und Software-Designs.



Obwohl mir das Aussehen des Phone (4a) gefällt, bin ich nicht davon überzeugt, dass sein Design tatsächlich den Beginn einer neuen Ära für das Unternehmen darstellt. Vielmehr handelt es sich um eine Verfeinerung und nicht um eine Neuerfindung der Ästhetik des Vorgängers. Aus technischer Sicht bleibt die Robustheit des Phone (4a) weiterhin hinter der von Konkurrenten in derselben Preisklasse zurück. Und die Glyph Bar ist zwar anders, trägt aber nichts Neues zum Nutzererlebnis bei.



Die Ergänzungen an der Software des Smartphones wirken durchdacht und sinnvoll, wobei der einzige Mangel darin besteht, dass Funktionen versprochen wurden, die zum Zeitpunkt der Markteinführung noch nicht fertig waren. Abgesehen davon hat die Bereitschaft von Nothing, so direkt mit seiner Community zu interagieren, zu einer zunehmend reichhaltigen Benutzererfahrung geführt, die sich auf eine Weise ständig weiterentwickelt, wie es bei Konkurrenzprodukten nicht der Fall ist.



Die neue Tele-Kamera ist zudem ein unbestreitbares Highlight, das das Fotoerlebnis verbessert und das Phone (4a) zu einem der vielseitigsten und überzeugendsten Kamerahandys seiner Klasse macht.



Das Phone (4a) mag in mancher Hinsicht hinter seinen Konkurrenten zurückbleiben, doch gibt es dennoch zahlreiche Gründe, es den Mitbewerbern vorzuziehen.



Technische Daten




Nothing OS 4.1 auf Basis von Android 16



6,78 Zoll, 20:9, 1.224 × 2.720, 120 Hertz LTPS-AMOLED



Optischer Fingerabdrucksensor im Display



Qualcomm Snapdragon 7s Gen 4-Chipsatz



8 Gigabyte oder 12 Gigabyte RAM (LPDDR4X)



128 Gigabyte oder 256 Gigabyte Speicher (UFS 3.1)



Kameras:

50 Megapixel 1/1,57-Zoll-Hauptsensor (Samsung GN9) mit ƒ/1,88 und optischem Bildstabilisator



8 Megapixel, 1/4 Zoll, ƒ/2,2, Sony IMX355, 120°-Ultraweitwinkel



50 Megapixel, 1/2,75 Zoll, ƒ/2,88, 3,5-fach optisches Teleobjektiv mit OIS



32 Megapixel, 1/3,42 Zoll, ƒ/2,2, Samsung KD1, 89°-Selfie-Kamera





Videoaufzeichnung mit bis zu 4K bei 30 fps



Stereolautsprecher



Dual-SIM



Wi-Fi 6, 802.11 a/b/g/n/ac/ax



Bluetooth 5.4



5.080-Milliamperestunden-Akku



50-Watt-Ladekabel



163,95 × 77,57 × 8,55 Millimeter



IP64-zertifiziert



204,5 Gramm



Farben: Weiß, Schwarz, Blau, Rosa




(PC-Welt)