Wanderung durch den Thümmlitzwald
Unter den auf unverritzten Böden stockenden Waldgebieten im Landkreis Leipzig bildet der Thümmlitzwald das am weitesten östlich gelegene.
Während im Süden und Westen die bis zu zwei Kilometer breite Auenlandschaft der Freiberger und Vereinigten Mulde mit den Ortslagen Maaschwitz, Erlln, Sermuth, Kössern und Förstgen den Wald flankiert, prägen im Norden und Osten zwischen Leipnitz, Dürrweitzschen und Böhlen die weitläufigen Apfelplantagen des
die Bilder. Der Nordostquadrant des Thümmlitzwaldes bis nach Seidewitz wurde durch einen über mehrere Jahrzehnte umgehenden Braunkohlentiefbau geprägt.
Sächsischen Obstlands
Geologische Schatzkammer
Die Kreisstraßen 8331 (Leipnitz-Tanndorf) und 8338 (Kössern-Böhlen) durchschneiden die ca. 15 Quadratkilometer umfassende Waldfläche, die über einen bemerkenswerten Reichtum an geologischen, forstlichen, archäologischen und kulturhistorischen Sachzeugen besteht.
Unsere Route umfasst eine Streckenlänge von 13 Kilometern und beansprucht mit Muße ca. vier Stunden, wobei wir uns der Westflanke des Waldes zwischen Erlln und dem Thümmlitzsee im Rahmen einer späteren Wanderung zuwenden, um nicht zu viel „Zickzack“ zu laufen.
Als Ausgangspunkt für unsere Winterwanderung wählen wir den Bahnhof Tanndorf (0,0 km), den tagsüber Züge aus Leipzig und Döbeln im Stundentakt anfahren. Auch Parkmöglichkeiten finden sich vor Ort. Bahnparallel nach Westen gehend gelangen wir rasch zum
, den wir überqueren und zunächst der wenig befahrenen Straße nach Norden folgen. Dabei bewältigen wir eine Geländestufe mit zwölf Prozent Steigung und einer Höhendifferenz von zum Auftakt ordentlich durchwärmenden 50 Metern. Durch das Auf und Ab insbesondere bei der Querung mehrerer in Ost-West-Richtung verlaufender Bachtäler werden es am Ende insgesamt 200 Höhenmeter jeweils im Auf- und Abstieg sein. An der Straßengabelung (0,7 km) halten wir uns links (Westen) in Richtung Kössern/Leipnitz und verlassen die gleich darauf wieder nach Norden abschwenkende Trasse, indem wir, nunmehr auf einem breiten Waldweg, weiter nach Westen gehen. Unterwegs finden wir eine alte
, die uns daran erinnert, aufmerksam auf unsere Orientierung zu achten. Markierungen und Wegweiser wechseln zwischen „üppig, sporadisch und nicht vorhanden“. Am Wegekreuz zwischen Lochstein, Tonteich und
gehen wir in Richtung Norden (rechts; Markierung als Naturlehrpfad) und erreichen durch
sehr bald die letztere (1,5 km)
). Von der Zankwiese aus, die wohl auf manchen Händel in vergangenen Zeiten verweist, führt unser Weiterweg nach rechts (Osten – „Zankwiesenweg“), wo wir die Straße zwischen Tanndorf und Leipnitz queren
und sofort auf den „Hegeweg“ nach links (Norden) einschwenken. Diesem folgen wir bis zum nächsten Wegekreuz, von dem aus ein kurzer Abstecher (Wegweiser) nach links (Westen) zum
(2,7 km)
führt. Dieser erinnert an den Heimatpfleger Walter Naumann aus Böhlen (1904-1991), der sich mit der landeskundlichen Erfassung zum Waldgebiet gemeinsam mit Rudolf Beck sowie mit Rudolf Priemer aus Grimma schon zu DDR-Zeiten verdient machte. Das vorzügliche Wanderheft zum Thümmlitzwald als „Rundblick-Information“ von 1982 ist leider nur noch antiquarisch zu haben. Zurück am Wegekreuz folgen wir dem Hegeweg weiter nach links (Norden) und gelangen sehr bald zu drei markanten Steinen mit Rastplatz (3,2 km). Vorn liegt der
als eiszeitliches Geschiebe mit „satanischem Hufabdruck“. Dahinter steht der markante
, ein Braunkohlenquarzit, der in der früheren Heidelandschaft wohl als weithin sichtbare Landmarke diente. In den 1980er Jahren wurde der umgestürzte und zerbrochene Stein wieder zusammengesetzt und aufgestellt, wobei die Bruchlinie noch gut erkennbar ist. Ganz hinten liegt der Mühlstein als nicht vollendete Steinmetzarbeit von Haferkorn aus Böhlen vor 1809. Seine Falschgeldfabrikation als „Nebentätigkeit“ brachte ihn zunächst an den Pranger, bevor er dafür zehn Jahre in Waldheim einsaß.
Bahnübergang (1)
Wegmarkierung (2)
Zankwiese (3)
lichten Buchenwald
(4
(Parkplatz und Wegweiser zur Splitterlinde) (5)
Naumannstein
(6)
Teufelsstein (7)
Monolith (8)
Wanderung Thümmlitzwald A
1_Tanndorf_Bahnhof
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2_Wegmarkierung
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3_Wegekreuz_Lochstein
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4_Zankwiese
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5_Wegweiser_Splitterlinde
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6_Naumannstein
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7_Teufelsstein
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8_Melhir
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9_Birkenwald
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10_Bruchteich
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11_Westweg
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12_Holzstapel
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13_Huthaus
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14_Leipnitz_Braunkohlenausstellung
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15_Baumpilze
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Spuren des Braunkohleabbaus
Weiter geht es auf dem Hegeweg nach Norden, immer wieder mit Wegmarkierungen zum
, stellenweise auch mit kaum hilfreichen Wegweisern mit der bloßen Aufschrift „Wanderweg“, bis zum markanten Wegekreuz (51° 10‘ 41,9304 N, 12° 50‘ 18,9888 O), wo wir uns nach rechts (Osten) wenden. Am kaum 300 Meter entfernten Wegestern biegen wir links wieder nach Norden ab und stoßen sehr bald auf Markierungen zum Lutherweg. Die Waldbilder wechseln nunmehr zu lichten Birkenbeständen mit eingestreuten Kiefern und einer fast
). Nach der Überquerung der Straße zwischen Kössern und Böhlen (4,7 km) geht es ohne Richtungswechsel weiter. Bald darauf tauchen insbesondere auf der rechten Seite die ersten, teils
auf, die an den zwischen Leipnitz und Seidewitz von verschiedenen Stellen aus erfolgten Braunkohlentiefbau erinnern, der zwischen 1811 und 1958 hier betrieben wurde. Beim angewandten Pfeiler-Bruch-Verfahren, bei dem die Kohleflöze kammerartig mit dem Stehenlassen von Sicherheitspfeilern ausgebeutet wurden, verblieb rund die Hälfte des Rohstoffs im Boden. Nach der Abbaueinstellung kam es hier zu Geländesenkungen und mitunter auch zu Tagesbrüchen. Unser Weg führt schließlich durch infolge von Sturmschäden lichter gewordene Waldbestände unter privater Betreuung und mündet in einem „Wege-T“ in den in West-Ost-Richtung verlaufenden Querweg ein (6,1 km). Während der Lutherweg nach Osten führt, gehen wir nach Westen (links), passieren mehrere
und stoßen bald auf Baulichkeiten aus der aktiven Bergbauzeit (rechts). Vor der Querung der Straße „Zur Grube“ kommen wieder diesmal
in den Blick. An das „Königlich-Sächsische Braunkohlenwerk Leipnitz bei Tanndorf“ erinnert bis heute eine kleine, aber sehenswerte Ausstellung in der früheren Leipnitzer Grundschule (Am Schulberg 6) (14), die nach Anmeldung für Gruppen durch die engagierte Familie Elfert (Kontakt im Telefonbuch) geöffnet werden kann. In Leipnitz gab es zwischen 1923 und 1958 sogar eine Brikettfabrik. Jenseits der Straße führt der Waldweg nunmehr, zumeist in Sichtweite des Waldrandes zur Rechten, nach Südwesten (in Karten ohne wirklichen Themenbezug mitunter als „Braunkohlenweg“ bezeichnet). Abgestorbene Bäume bieten auch im Winter die Lebensgrundlage für stattliche
. Wir passieren den gut sichtbar markierten und in Nord-Süd-Richtung verlaufenden „D-Flügel“ und gelangen bald darauf zum unmarkierten, parallel verlaufenden und nicht zu verfehlenden
(51° 11‘ 28,1724 N, 12° 49‘ 3,7884 O) (7,6 km), dem wir nach links (Süden) folgen. Dieser wird nach ca. 700 Metern vom markierten Naturlehrpfad gequert, dem wir wiederum nach links (Oberer Griesenerweg) folgen, um gleich darauf zur Straße zwischen Leipnitz und Böhlen mit Parkplatz und Informationsangeboten (8,7 km) zu gelangen. Für Wanderfreunde in Nöten bietet ein
alles Notwendige für Orientierung und Hilfe.
Naturlehrpfad (9)
„sibirischen“ Anmutung (10
wassergefüllten Bruchfelder (11)
Holzstapel (12)
trockene Bruchfelder (13)
Baumpilze (15)
Wegekreuz am „C-Flügel“ (16)
„Rettungspunkt“ (17)
Wanderung Thümmlitzwald B
16_Flügel_C
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17_Rettungspunkt
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18_Informationstafel
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19_Wegmarkierungen
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20_Waldbild
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21_Beatenkreuz
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22_Waldkapelle
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23_Wegweiser
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24_Wettinplatz
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25_Försterstein
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26_Hutungsstein
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27_Tonteich
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28_Lochstein
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29_Muldenaue
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30_Podelwitz_Schloss
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Neue Informationstafeln im Thümmlitzwald
Eine 2023 in Zusammenarbeit zwischen dem Forstamt Leipzig und dem Landesamt für Archäologie Sachsen aufgestellte
mit einer
zeigt alle wichtigen Wegverläufe und -punkte. Die neu aufgestellten Tafeln zur Waldwirtschaft im Klimawandel, zum Waldumbau, zu den bronzezeitlichen Hügelgräbern sowie zu den Näpfchen- und Schalensteinen im Südwesten des Waldgebietes besuchen wir bei einer der nächsten Wanderungen. Ab hier sind die
wieder eindeutig und umfassend
. Jenseits der Straße (Wegweiser) kommen wir durch
) schnell zum
, das sich zur Linken einige Schritte abseits der Route befindet. Dieses erinnert an eine Jungfrau, die vor über 200 Jahren hier einem Mord aus Eifersucht zum Opfer fiel. Nach der Querung des Kroatengrundes mit dem Heidelbeerbach gelangen wir zum Wegekreuz (9,2 km) zwischen „Großen Häuserberg“ und der ausgeschilderten, gleich rechts gelegenen
mit Kreuz und zur Rast einladenden Sitzbänken. Diese erinnert daran, dass auf dem nahen Häuser-berg noch bis 1645 eine kleine Kirche stand, bevor die Ortslage Jesewitz in der Folge von Dreißigjährigem Krieg und Pest wüst fiel. Das Eichenkreuz stellte schon vor Jahrzehnten der Revierförster Guntram Heinrich auch als Schöpfer des ursprünglichen Thümmlitzwald-Lehrpfades auf. Gleich gegenüber findet sich eine ältere, aber nach wie vor ansehnliche Tafel zu den einheimischen Giftpilzen. Weiter geht es, nunmehr ein kurzes Stück außerhalb der Lehrpfad-Route, auf dem „D-Flügel“ nach Süden. Schon am nächsten Wegekreuz mit
in allen Richtungen
gelangen wir auf den Lehrpfad zurück und gehen nach links (Osten) zum
mit überdachtem Rastplatz. Der Platz mit Gedenkstein wurde 1889 anlässlich der 800-Jahr-Feier des Herrschergeschlechts der Wettiner eingerichtet und bis 1918 regelmäßig für große Jagdtreiben zwischen Andacht zum Auftakt und „Schüsseltreiben“ zum Abschluss genutzt.
Informationstafel
großen Karte (18)
Wegmarkierungen
(19)
lichten Wald (20
Beatenkreuz (21)
„Jesewitzer Waldkapelle“ (22)
Wegweisern
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Wettinplatz (24)
© Lothar Andrä
Erinnerung an Heinrich Cotta
Wir gehen 100 Meter weiter nach Osten bis zum nächsten Wegekreuz, wo der „Backofenweg“ nach rechts abzweigt und zum geradlinigen „D-Flügel“ zurück führt. Nach links (Süden) geht es zum
(11,0 km, links vom Weg)
, der an die Einführung einer modernen Forstwirtschaft durch Tharandter Wissenschaftler unter der Anleitung von Heinrich Cotta zwischen 1820 und 1822 erinnert. Dadurch wandelte sich das Waldbild bis 1902 von einer offenen Heidelandschaft zu einem durch Nadelbäume geprägten Wirtschaftswald. Heute prägen einheimische und standortgerechte Baumarten wie Stiel- und Traubeneiche, Hainbuche und Winterlinde das Bild. Vor dem nächsten Wegekreuz findet sich links der „Kleine Monolith“ mit seiner originellen Geschichte. Um 1960 von Schülern ausgegraben und auf das Schulgelände nach Sitten verbracht, wurde dieser mit einer Thälmannplakette ausgestattet, deren Konturen heute noch sichtbar sind. 1989 wurde der Stein von Heimatforschern schließlich zu seinem alten Platz zurückgebracht. Am Wegekreuz (11,3 km) gehen wir nach links (Osten) und folgen dem Wegweiser in Richtung Tonteich. Davor liegt links die durch den Sturm „Friederike“ im Januar 2018 demolierte und inzwischen wieder hergerichtete
aus Rochlitzer Porphyrtuff
, die auf die im Mittelalter übliche Waldbeweidung durch Pferde, Kühe, Schafe, Ziegen und Schweine verweist. Dies führte allerdings zur zunehmenden Verarmung der Humussubstanz im Waldboden und wurde deshalb 1832 beendet. Nur ein paar Schritte weiter liegt rechts der Tonteich mit Sitzbank auch als
), wo bis 1926 Kaolin für die Tonrohrfabrik in Tanndorf abgebaut wurde. Wiederum wenige Schritte weiter stoßen wir auf das uns vom Auftakt der Tour schon bekannte Wegekreuz (11,9 km) und biegen nach rechts (Süden) ab zum Lochstein (28), der links des Weges liegt. Ob das Loch im tertiären Süßwasserquarzit auf einen Baumeinschluss während seiner Entstehung oder vielleicht doch auf menschliches Tun zurückzuführen ist, bleibt der Spekulation überlassen. Der Weg führt weiter zu einem
mit schönem Blick über die Muldenaue. Unterhalb der Steilstufe verläuft die Bahnstrecke. Ein allerdings nur sporadisch rot markierter Pfad führt uns in wenigen Minuten abwärts zum Bahnhof Tanndorf (13,0 km), wo wir unsere Tour beenden. Zum Tagesausklang bietet sich noch ein Abstecher zum direkt an der Freiberger Mulde gelegenen
mit seinem Restaurant „Schlossgewölbe“ und im Sommer auch mit Biergartenbetrieb an (www.wasserschloss-podelwitz.de). Dieses ist entweder mit Fahrzeug oder zu Fuß durch die Muldenaue über Maaschwitz und die Podelwitzer Brücke zu erreichen (ca. zwei Kilometer ab Tanndorf).
Försterstein
(25)
Hutungssäule
(26)
Löschwasserreservoir (27
Aussichtspunkt (29)
Wasserschloss Podelwitz (30)
Hier finden Sie den kompletten Artikel:
Fakten
- Der Thümmlitzwald ist das am weitesten östlich gelegene Waldgebiet im Landkreis Leipzig.
- Das Auenland der Freiberger und Vereinigten Mulde flankiert den Thümmlitzwald im Süden und Westen.
- Die Apfelplantagen des Thümmlitzwaldes reichen bis nach Seidewitz.
- Der Nordostquadrant des Thümmlitzwaldes wurde durch einen über mehrere Jahrzehnte umgehenden Braunkohlentiefbau geprägt.
- Die Kreisstraßen 8331 (Leipnitz-Tanndorf) und 8338 (Kössern-Böhlen) durchschneiden die ca. 15 Quadratkilometer umfassende Waldfläche des Thümmlitzwaldes.
- Die Route der Wanderung umfasst eine Streckenlänge von 13 Kilometern und beansprucht mit Muße ca. vier Stunden.
- Der Bahnhof Tanndorf ist der Ausgangspunkt für unsere Winterwanderung.
- Wir passieren die Straße nach Norden, die wir dann wieder verlassen, um auf einem breiten Waldweg weiterzugehen.
- Die Wanderung führt uns durch eine alte, die uns daran erinnert, aufmerksam auf unsere Orientierung zu achten.
- Markierungen und Wegweiser wechseln zwischen „üppig, sporadisch und nicht vorhanden“.
- Wir erreichen das Wegekreuz zwischen Lochstein, Tonteich und gehen in Richtung Norden (rechts; Markierung als Naturlehrpfad) und stoßen auf die letztere (1,5 km).
- Von der Zankwiese aus führt unser Weiterweg nach rechts (Osten – „Zankwiesenweg“), wo wir die Straße zwischen Tanndorf und Leipnitz queren und sofort auf den „Hegeweg“ nach links (Norden) einschwenken.
- Diesem folgen wir bis zum nächsten Wegekreuz, von dem aus ein kurzer Abstecher (Wegweiser) nach links (Westen) zum Teufelsstein führt.
- Der Teufelsstein ist ein Melhir, der ursprünglich als Steinmetzarbeit von Haferkorn aus Böhlen vor 1809 geschaffen wurde.
- Wir gelangen zu drei markanten Steinen mit Rastplatz (3,2 km).
- Vorn liegt der als eiszeitliches Geschiebe mit „satanischem Hufabdruck“. Dahinter steht der markante , ein Braunkohlenquarzit, der in der früheren Heidelandschaft wohl als weithin sichtbare Landmarke diente.
- Ganz hinten liegt der Mühlstein als nicht vollendete Steinmetzarbeit von Haferkorn aus Böhlen vor 1809.
- Der Nordostquadrant des Thümmlitzwaldes bis nach Seidewitz wurde durch einen über mehrere Jahrzehnte umgehenden Braunkohlentiefbau geprägt.
- Die Kreisstraßen 8331 (Leipnitz-Tanndorf) und 8338 (Kössern-Böhlen) durchschneiden die ca. 15 Quadratkilometer umfassende Waldfläche, die über einen bemerkenswerten Reichtum an geologischen, forstlichen, archäologischen und kulturhistorischen Sachzeugen besteht.
- Die Route der Wanderung führt uns durch lichten Birkenbeständen mit eingestreuten Kiefern und einer fast vollständigen Abfolge von Waldbildern.
- Wir passieren den gut sichtbar markierten und in Nord-Süd-Richtung verlaufenden „D-Flügel“ und gelangen bald darauf zum unmarkierten, parallel verlaufenden und nicht zu verfehlenden (51° 11‘ 28,1724 N, 12° 49‘ 3,7884 O)
- Wir folgen dem Wegweiser in Richtung Tonteich.
- Die Wanderung führt uns durch eine Reihe von Wegekreuzen und bietet einen Überblick über die Muldenaue.
- Der Försterstein ist ein Stein mit einer originellen Geschichte, der ursprünglich als Steinmetzarbeit von Haferkorn aus Böhlen vor 1809 geschaffen wurde.
- Die Wanderung endet am Bahnhof Tanndorf (13,0 km), wo wir unsere Tour beenden können.
- Zum Tagesausklang bietet sich noch ein Abstecher zum direkt an der Freiberger Mulde gelegenen mit seinem Restaurant „Schlossgewölbe“ und im Sommer auch mit Biergartenbetrieb an.
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